Mein Name ist Luz

Zunächst ist es nur ein unbestimmtes Gefühl, dann verdichten sich erste Indizien und weitere Nachforschungen zur Gewissheit: Luz ist nicht die Tochter ihrer vermeintlichen Eltern. Sie ist die Tochter einer politisch Verfolgten, einer »Verschwundenen«.

Luz weiß nicht, wer sie ist, bis sie eines Tages in Madrid ihrem wirklichen Vater gegenüber sitzt. Ihm, der die schlimme Vergangenheit begraben wollte, entlockt sie nach und nach ihre wahre Geschichte.

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Hotel Laguna

Alexander Gorkow kehrt ins türkisblaue Paradies zurück. Nach Canyamel, den Traumort seiner Kindheit.

Die felsige Bucht an der Nordostküste Mallorcas war das geliebte Urlaubsziel seiner Familie: In den Sommern der 70er kehrten Mutter, Vater Rudi, Alexander und seine Schwester Meerbusch-Büderich den Rücken und flogen mit einer Caravelle auf das spanische Eiland.

Nach dreißigjährigem Exil betritt Alexander als Mann in den mittleren Jahren wieder mallorquinischen Boden.

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Monteperdido

Sara Campos wird in die Pyrenäen gerufen. Ein Auto stürzte in eine unzugängliche Schlucht, der Fahrer ist tot, seine jugendliche Beifahrerin schwer verletzt. Das Mädchen ist Ana, vor fünf Jahren verschwand sie gemeinsam mit Lucía aus dem nahe gelegenen Dorf Monteperdido.

Die Polizistin rollt den alten Fall wieder auf und stößt auf eine Mauer des Schweigen. Anas Angaben zur Entführung sind widersprüchlich und verschwommen, sie kann nichts darüber sagen, wo sich  Lucía befindet.

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Mörderland – La Isla Mínima

Sommer 1980. In der andalusischen Provinz geht die Angst um. Zwei Schwestern werden brutal ermordet, man munkelt, es gehe ein Serienkiller um. Aus Madrid reisen zwei Sonderermittler an: Pedro und Juan, zwei Männer wie Feuer und Wasser.

Der Heimatort der getöteten Mädchen ist von Gott und der Welt verlassen, er liegt mitten im sumpfigen Marschland des Guadalquivir. Die Menschen sind dort arm, Misstrauen und Neid spalten die dörfliche Gemeinschaft.

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Alles inklusive

Ingrid ist 66 und noch nicht alt. Alt kommt später, mit 75 vielleicht.

Das denkt sie, während sie mit Krücken über den glühenden Sandstrand zu ihrer Liege humpelt. Sechs Euro pro Tag, dabei wäre im Hotel alles inklusive. Schimpft Apple, Ingrids vernünftige Tochter, die ihrer Mutter die Reise geschenkt hat.

Vor dreißig Jahren war Ingrid schon einmal hier. Gemeinsam mit Apple lebte sie in einem schmuddeligen Zelt am Strand, verkaufte am großen Felsen selbstgemachten Schmuck, verdrehte barbusig den Männern den Kopf.

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Fliehkräfte

Hartmut Hainbach ist Ende fünfzig und Professor für Philosophie in Bonn. Seine Ehefrau Maria geht neuerdings eigene Wege, in Berlin assistiert sie dem skandalumwitterten Theaterregisseur Merlinger. Das Ehepaar führt eine Wochenendehe und bei den kurzen Begegnungen fliegen immer häufiger die Fetzen.

Ihre Liebe begann vor zwanzig Jahren in der Studentenszene Berlins. Nach Abschluss des Studiums folgte Maria ihrem Mann nach Bonn, verzichtete auf eine eigene Karriere und langweilte sich fortan in der Provinz.

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