Steine in meiner Hand

Algier, Kirche

Eine junge Frau baut sich in Paris ein eigenes Leben auf. Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, arbeitet in einem Verlag als Bildredakteurin und hat sich in ihrem Beruf fest etabliert.

Den Mann fürs Leben hat sie noch nicht gefunden, doch damit hat es keine Eile. Zumindest nicht in Paris.

In Algier sieht man die Dinge ganz anders. Dort ist die junge Frau aufgewachsen, dort lebt ihre Familie und dort heiratet demnächst ihre jüngere Schwester.

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Midnight Sun

Kiruna, Schweden

Kahina ist Polizistin und lebt in Paris. Mit ihrer Familie, die aus Algerien stammt, hat sie vor langer Zeit gebrochen.

Umso geschockter ist sie, als eines Tages der Teenager Nadji vor ihrer Wohnungstür steht. Nadji ist Kahinas Sohn, ein Junge, den sie zuletzt als Kleinkind sah. Jetzt ist er beinahe erwachsen und stellt drängende Fragen.

Kahina nimmt panisch Reißaus, eine Dienstreise nach Schweden kommt ihr gerade recht.

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Caramel

Beirut, Libanon

In Beirut betreibt die schöne Layale einen Beautysalon. Dort treffen sich immer wieder die gleichen Frauen, die zwischen Haarschnitten und Kosmetikbehandlungen über die Liebe und das Leben sprechen.

Die erste Kundin des Tages ist meist Jamale, deren Falten durch zahllose Liftings glatt gebügelt sind. Vom Mann verlassen, die erwachsenen Kinder längst aus dem Haus, will Jamale nun Schauspielerin werden und fiebert einem Vorsprechen rastlos entgegen.

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So enden wir

Porto Alegre

Ende der Neunziger waren sie jung, wütend und voller Aufbruch. Drei Männer und eine Frau: Duke, Antero, Emiliano und Aurora. Die vier Freunde gehörten zur digitalen brasilianischen Bohème, späte Punks, abgefahrene Schriftsteller, krasse Künstler.

Sie gründeten ein Online-Magazin, schrieben subversive Artikel und drehten abgefahrene Videos, in denen sie selbst die Hauptdarsteller waren. Allen voran immer Duke, der geniale Schriftsteller, unnahbar, überraschend und abgedreht.

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Das Mädchen Wadjda

Die zehnjährige Wadjda lebt im saudiarabischen Riad. Tag für Tag führt sie ihr Schulweg an einem Spielzeuggeschäft vorbei, das ein wunderschönes grünes Fahrrad anbietet.

Wadjda wünscht sich sehnlichst dieses Fahrrad zu besitzen, denn dann könnte sie sich endlich gegen den Nachbarsjungen Abdullah durchsetzen. Und obwohl es Mädchen streng untersagt ist Fahrrad zu fahren, setzt sie alles daran, auf dem Schulhof das nötige Geld für das Rad zu verdienen.

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Transit

Marseille

Georg streift rastlos durch Marseille. Er ist ein deutscher Flüchtling, der die französische Metropole auf Umwegen erreicht hat.

In der Stadt am Meer wartet er auf die günstige Gelegenheit, das kleine Quentchen Glück. Wie viele andere Illegale versucht er verzweifelt, eine Schiffspassage nach Übersee zu ergattern. Doch das Überleben in Marseille ist schwierig. Bleiben darf nur, wer nachweisen kann, dass er bald wieder geht.

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Der Distelfink

Theo Decker ist dreizehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter in New York. Der Vater, ein Spieler und Trinker, hat sich über Nacht aus dem Staub gemacht.

Ohne die aggressiven Launen des Vaters ist Theos Leben viel heller und leichter. Seine kunstbegeisterte Mutter kümmert sich liebevoll um ihn und weint dem Ehemann keine Träne nach.

Doch dann passiert das Unfassbare: während eines spontanen Museumsbesuchs werden Theo und seine Mutter Opfer eines Terroranschlages.

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Die Ladenhüterin

Tokio

Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich.

Als sie auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini.

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Stadt der Rebellion

Kairo, Tahrirplatz

Kairo, 2011. Alles scheint möglich. Die ganze Welt schaut auf den Tahrir-Platz, wo die Ägypter nicht müde werden, gegen die Diktatur zu protestieren, trotz aller Gewalt von Polizei und Militär.

Mariam und Khalid befinden sich mittendrin. Sie sind Aktivisten und ein Liebespaar, getrieben von dem unbändigen Wunsch nach Freiheit und Demokratie.

Wenn sie getrennt sind, verfolgt sie die Angst umeinander, dennoch arbeiten sie unbeirrt weiter.

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