Hidden Figures

© 20th Century Fox

Vor gut fünfzig Jahren trugen Computer noch Handtaschen und legten Make-Up auf. Computer waren mathematisch begabte Menschen, Frauen wie Männer, die in Forschung und Industrie komplizierte Berechnungen durchführten.

Der Film »Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen« erzählt die wahre Geschichte von drei brillanten Mathematikerinnen, die in den Sechzigerjahren für die amerikanische NASA arbeiteten: Katherine Goble, Dorothy Vaughan und Mary Jackson.

Sie waren Frauen und sie waren schwarz – die schlechtesten Voraussetzungen, um für ihre Arbeit jemals die gebührende Anerkennung zu finden.

Klingt trocken und ein bisschen verhärmt, aber weit gefehlt! Mit viel Schwung und Humor erzählt der Film von drei unbeugsamen Frauen, die an ihrem Arbeitsplatz die absurdesten Situationen durchstehen mussten.

Szenenbild - Hidden Figures
Taraji P. Henson als Katherine Johnson

Alle drei sind Mitglied einer Forschungsgruppe afroamerikanischer Mathematikerinnen im Langley Research Center in Hampton, Virginia. Die Gruppe darf aufgrund der Rassengesetze nicht mit Weißen zusammenarbeiten und betreibt ihre Forschungen abgeschottet von den übrigen Einheiten der NASA.

Auch Frauen dürfen bei der NASA einiges tun ... Und das nicht etwa weil wir Röcke tragen. Sondern weil wir Brillen tragen.
KATHERINE JOHNSON im Film »Hidden Figures«

Die hochbegabte Katherine Johnson wird als einzige farbige Frau in die Abteilung »Space Task Group« versetzt, um dort Flugbahnen für den ersten bemannten Weltraumflug zu entwickeln. Da es in dem Gebäude keine Toiletten für »Colored Ladies« gibt, muss Katherine immer wieder zum Gebäude ihrer alten Arbeitsstätte laufen.

Szenenbild - Hidden Figures
Janelle Monáe als Mary Jackson

Ihre Fehlzeiten fallen auf und Katherine bekommt Ärger. In einem flammenden Appell prangert sie die täglichen Diskriminierungen an – und sie bewegt etwas. Ihr Chef Al Harrison sorgt sich zwar vordringlich um die durch Fußmärsche vergeudete Arbeitszeit, aber er reagiert pragmatisch: mit einem Handstreich hebt er die Rassentrennung auf der Damentoilette auf.

Ich habe vor, bei der NASA Ingenieurin zu werden. Aber das kann ich nicht, ohne auf dieser weißen Highschool Kurse zu besuchen.
MARY JACKSON im Film »Hidden Figures«

Die junge Mary Jackson arbeitet in der Abteilung, die Raumkapseln entwickelt. Sie träumt davon, Ingenieurin zu sein, doch dafür fehlt ihr eine Zusatzausbildung. Als in Virginia keine Hochschule bereit ist, eine Farbige dafür zuzulassen, klagt sie ihr Recht auf Fortbildung ein. Mit messerscharfen Argumenten bringt Mary Jackson den Richter dazu, ein Urteil zu ihren Gunsten zu fällen. Eine sehr emotionale Szene, die zeigt, dass es sich lohnt für seine Rechte zu kämpfen!

Szenenbild - Hidden Figures
Octavia Spencer als Dorothy Vaughan

Dorothy Vaughan wird trotz großem Einsatz und Tatkraft die ihr zustehende Beförderung als Supervisor versagt. Frustiert beginnt sie sich in ihr Schicksal zu fügen, bis eines Tages ein großer IBM-Computer ins Haus geliefert wird.

Diese Frauen liebten Mathematik. Die NASA gab ihnen eine einmalige Chance.
OCTAVIA SPENCER im Interview zu »Hidden Figures«

Heimlich arbeitet sie sich in dessen Programmierung ein und bildet im Verborgenen ihre Kolleginnen fort. Als die Anlage in Betrieb genommen werden soll, scheitert das IBM-Team an einem falschen Anschluss. Zum Erstaunen der Vorgesetzten gelingt es Dorothy, den Fehler zu beheben. Endlich wird sie befördert und kann eigene Forderungen stellen: ihr bisherigen Kolleginnen wechseln mit ihr als Programmiererinnen in eine neue Abteilung.

»Hidden Figures« ist ein mitreißender, dramatischer und erfrischend komischer Film, der von der packenden Story und seinen wunderbaren Hauptdarstellerinnen lebt: Taraji P. Henson als Katherine Johnson, Octavia Spencer (The Help, Nächster Halt Fruitvale Station) als Dorothy Vaughan und Janelle Monáe als Mary Jackson. In einer Nebenrolle gibt es ein Wiedersehen mit Kevin Costner als ehrgeizigen NASA-Direktor Al Harrison.

Großartiges Kino mit Herz und Hirn, heiter und ernst, inspirierend und gefühlvoll. Ein Film, der unweigerlich gute Laune macht.


Die Verfilmung beruht auf dem gleichnamigen Buch von Margot Lee Shetterly.

Für ihre Leistungen als Pionierin der Raumfahrt wurde Katherine Johnson von Präsident Barack Obama im November 2015 mit der Presidential Medal of Freedom, einer der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, geehrt.

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