Mahana – Eine Maori-Saga

Ende Juli zeigt arte einen Film, der unter den Ureinwohnern Neuseeland spielt. Das packende Familienepos thematisiert neben Rassismus und auch falsche Männlichkeitsideale.


In den 1960er-Jahren leben die Maori-Familien der Mahanas und Poatas an der Ostküste Neuseelands von der Schafzucht. Zwischen den beiden Clans herrscht eine jahrzehntelange Feindschaft, die sich nicht nur bei den alljährlichen Schafschur-Wettbewerben in erbitterter Rivalität äußert.

Mahana - Szenenbild
Tamihana Mahanaversucht den Widerspruchsgeist seines rebellischen Enkels Simeon durch unerbittliche Strenge zu brechen. / © Ginny Loane/Prokino

Tradition und Moderne prallen immer öfter aufeinander und auch in der Familie Mahana nehmen die Spannungen zu. Der vierzehnjährige Simeon lehnt sich besonders gegen seinen herrschsüchtigen und traditionell denkenden Großvater Tamihana auf.

Einzig dessen Frau Ramona hält die Familie zusammen, sie ist das spirituelle Oberhaupt der Familie. Als Simeon ein Foto seiner Großmutter mit dem Patriarchen des verhassten Poata-Clans findet, kommt er der Wahrheit hinter der alten Familienfehde auf die Spur.

Und für Ramona wird es Zeit ihr jahrzehntelanges Schweigen zu brechen…


Mahana - Szenenbild
Tamihana hält seinen Clan mit rücksichtsloser Strenge zusammen. Der rebellische Enkel Simeon findet Trost bei seiner Großmutter Ramona / © Ginny Loane/Prokino

Mit der mitreißenden Familiensaga kehrt Regisseur Lee Tamahori (Die letzte Kriegerin) in seine Heimat Neuseeland zurück. Sein Film beruht auf dem Roman »Bulibasha: King of the Gypsies« von Witi Ihimaera (Whalerider).

Während das Buch im Gisborne District auf der Nordinsel spielt, fanden die Dreharbeiten in der ländlichen Umgebung von Auckland statt. Bei ihrer Suche nach atemberaubenden Landschaften und ursprünglichen Orten wurde das Team unter anderem in Bethells Beach, Kaipara, Parakai, Taupaki, Helensville und dem Howick Historical Village fündig.


Sendetermine arte

Freitag, 21. Juni 2019 um 20.15 Uhr

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© Ginny Loane / Prokino