Trapped – Gefangen in Island

Szenenbild Trapped
Andri und Hinrika auf Spurensuche / © Studiocanal

Kommissar Andri wurde aus Reykjavik in ein isländisches Dorf am Ende der Welt strafversetzt. In der kleinen Polizeistation geht es geruhsam zu, etwas Schlimmeres als einen Autounfall gibt es selten zu regeln.

Andri lebt getrennt von seiner Frau, die mit ihrem neuen Freund in die Stadt gezogen ist. Die Kinder wohnen bei ihm, gemeinsam mit seinen Schwiegereltern kümmert er sich liebevoll um die beiden Mädchen und renoviert nebenbei ein altes Holzhaus.

Szenenbild Trapped
Die Jugend lässt sich den Spaß nicht verderben / © Studiocanal

Der Alltag im Ort gerät aus den Fugen, als ein Fischer eine grausam zerstückelte Leiche findet. Währendessen nähert sich eine dänische Fähre dem Hafen und Andri vermutet den Mörder auf dem Schiff. Er untersagt den Passagieren von Bord zu gehen und fordert aus der Hauptstadt Verstärkung an. Doch ein Schneesturm schneidet den Ort von der Außenwelt ab und die Dorfpolizisten bleiben auf sich allein gestellt.

Der Kapitän des Schiffes verweigert die Kooperation, stattdessen wiegelt er Passagiere zusätzlich auf. Als die Menschen unkontrolliert ans Festland stürmen, nutzen zwei misshandelte Mädchen die Gelegenheit zur Flucht. Die Bewohner des Dorfes bemühen sich, die gestrandeten Passagiere mit dem Nötigsten zu versorgen, als ein Junge aus dem Dorf verschwindet und ein weiterer Mord geschieht.

Szenenfoto Trapped
Andri weiß nicht mehr weiter / © Studiocanal

Kommissar Andri plagt sich mit Eheproblemen und einem Fall, der ihm über den Kopf zu wachsen scheint …

Ein Dorf, eingeklemmt zwischen Bergen und dem Meer

Die Landschaftsaufnahmen in dieser Serie sind spektakulär: ein einsam gelegenes Dorf, eingeklemmt zwischen den Bergen und dem Meer. Während die Geschichte an Fahrt gewinnt, bewundert man ungestüme Naturgewalten und die weiß glitzernde Schönheit Islands.

Gedreht wurde hauptsächlich in Siglufjörður, die Handlung spielt aber an einem Platz, der Seyðisfjörður ähnelt: ein abgelegener Ort, auf dem Festland nur über einen häufig gesperrten Pass zu erreichen. Ganz ähnlich wie in der Serie legen auch in Seyðisfjörður regelmäßig Fähren aus Dänemark und von den Färöern an.

Trailer

Der etwas platte Titel der Serie, der an einen Thriller denken lässt, führt in die Irre. Die Serie ist ebenso Familiendrama wie ein Krimi. Dunkle Machenschaften aus der Vergangenheit kommen ans Licht, sie bringen Andris Familie mit dem Mordfall in Verbindung.

Eine spannende und glaubwürdige Geschichte, mit frischen, in Deutschland noch weitgehend unbekannten Gesichtern.

Wem Fortitude zu grausam und zu gestylt war, der sollte in „Trapped“ unbedingt reinschauen. Die Ausstatter haben ganze Arbeit geleistet. Die Büros und Toiletten der Polizeistation sehen so aus, als hätten sie schon zwanzig Jahre lang auf eine Renovierung gewartet. Und selten sah man so viele grauenhafte Siebzigerjahre-Kacheln an den Wänden. Normalität pur, welche die Serie authentisch macht.

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