Wenn die Stille einkehrt

Ein gemütliches Restaurant in Kopenhagen. Menschen unterhalten sich, ein Mädchen verspeist seinen Geburtstagskuchen. Da betreten zwei Maskierte das Lokal und eröffnen ohne Vorwarnung das Feuer.

In einer langen Rückblende erzählt die dänische Serie auf berührende Weise von den Menschen, die zufällig Opfer eines Terroranschlags werden. Die Serie zeigt, was die tragische Zäsur für die Einzelnen bedeutet, und thematisiert den Umgang mit Schmerz, Wut und schrecklichem Verlust.


Nikolaj hat im Restaurant ein Problem / arte © DR Sales

Acht Kopenhager gehen ihrem ganz gewöhnlichen Alltag nach, nicht ahnend, dass in neun Tagen ein Attentat Kopenhagen erschüttern und ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellen wird.

Im Restaurant hetzt der grönländische Koch Nikolaj seinem Chef die Aufsichtsbehörde auf den Hals, in der Hoffnung, den Laden zu übernehmen. Dort arbeitet auch die alleinerziehende Louise als Kellnerin. Verzweifelt versucht sie, gleichzeitig dem Job und ihrer sensiblen Tochter gerecht zu werden.

Jamal fühlt sich von seiner Familie allein gelassen / arte © DR Sales

Der Klempner Morten und seine Frau Camilla feiern ausgelassen ihren Hochzeitstag. Währenddessen wird ihr Sohn Albert im Restaurant gefeuert und betäubt seinen Frust mit Drogen.

Jamal ist heute zum fünften Mal durch die Führerscheinprüfung gerasselt. Er schämt sich zutiefst und versucht sein Scheitern vor seiner Familie zu verbergen. Doch sein unberechenbarer Bruder Chadi macht ihm die Hölle heiß.

Die Justizministerin Elisabeth setzt sich für die Rechte von Migranten ein. Ihre Gesetzesinitiative, die abgelehnten Asylbewerbern mehr Bewegungsfreiheit einräumen soll, ist stark umstritten.

Stina und Elisabeth streiten sich / arte © DR Sales

Elisabeths Ehefrau Stina feiert dagegen ihren letzten Arbeitstag. Sie wünscht sich mehr gemeinsame Zeit und hofft, dass Elisabeth nicht noch einmal kandidiert.

Die obdachlose Ginger sucht ein Dach über den Kopf. Als sie im Bürgeramt vorspricht, erfährt sie, dass ihr Name in der Wohnungs-Warteliste nicht zu finden ist. Das monatelange, verzweifelte Hoffen beginnt von vorn …


Eine herausragende schwedische Dramaserie! Sie baut ihre Spannung langsam auf und gibt den Figuren viel Raum, um sich zu entfalten. Plakative Effekte oder diabolische Terroristen sucht man hier vergebens, statt dessen setzt das Drehbuch auf leise, berührende Momente und menschliche Zwischentöne.

Das Ensemblestück lebt von seinen starken Darsteller*innen, allen voran Karen-Lise Mynster (Der Adler) als Justizministerin Elisabeth Hoffmann, Filippa Suenson (Die Erbschaft) als alleinerziehende Mutter Louise, Jacob Lohmann (Follow the money) als Klempner Morton und Arian Kashef (Kiling Mike) als Jamal.

Gedreht wurde die Serie in Kopenhagen. Zu den Drehorten gehören der Charlotte Amundsen Platz und das nahegelegene Kulturzentrum Indre By, wo die Kulisse des Restaurants und der umgebenden Ladengeschäfte entstand. Weitere Drehorte lagen in der Kopenhagener Innenstadt rund um die Nansensgade.


Sendetermine Das Erste

Folge 1 bis 5: Freitag, 14. Januar 2022, 23.45 Uhr
Folge 6 bis 10: Samstag, 15. Januar 2022, 23:55 Uhr