Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro, 1950. Die Schwestern Guida und Eurídice wachsen in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Dort mangelt es ihnen an nichts, aber die traditionellen Vorstellungen des konservativen Vaters lassen keinen Platz für die Sehnsüchte der jungen Frauen.

Der Vater kennt für seine Töchter nur ein Ziel: sie sollen gute Ehefrauen und Mütter werden. Doch die begabte Eurídice träumt von einer Karriere als Konzertpianistin und die leidenschaftliche Guida will tanzen, ausgehen, leben.

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Die Spur

Szenenbild - Die Spur

Ende Januar zeigt arte eine schwarze Komödie mit Zivilisationskritik, die auf dem Buch »Der Gesang der Fledermäuse« von Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk beruht. Der Film ist eine ungewöhnliche Mischung aus Öko-Thriller, feministischen Märchen und Komödie und wurde auf der Berlinale 2017 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Janina Duszejko, eine pensionierte Ingenieurin, lebt mit ihren Hunden zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Die Dorflehrerin für Englisch ist charismatisch, exzentrisch, eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin.

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Nacht in Caracas

Caracas

Adelaida Falcón lebt in Caracas, einer Stadt, die im blutigen Chaos versinkt. Gerade hat sie ihre Mutter beerdigt, doch für Trauer hat sie keine Zeit. Als sie den Friedhof verlässt, weiß sie nicht, wie es weitergehen soll.

Denn die Ersparnisse sind dahin, aufgezehrt von der Krebsbehandlung der Mutter. Die Spritzen, die Infusionsbeutel, das Verbandszeug, alles musste Adelaida zu horrenden Preisen auf dem Schwarzmarkt besorgen.

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Alles Stehende verdampft

Moskau

April 1986. Der dreizehnjährige Bauernsohn Artjom streift über die Felder und macht eine verstörende Entdeckung: Das Vieh blutet aus den Ohren und kurz darauf fallen die Vögel tot vom Himmel. Im benachbarten Tschernobyl ist der Reaktor explodiert.

In Pripyat und Umgebung evakuiert man die Bevölkerung, Artjom wird mit seiner Familie nach Minsk gebracht. Dort hoffen sie auf einen Unterschlupf bei Verwandten, doch man jagt sie fort wie Aussätzige.

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Maschinen wie ich

London

Charlie ist Anfang dreißig und lebt in London. Kaum hat er eine kleine Erbschaft gemacht, schon haut er das Geld wieder auf den Kopf: Er kauft sich einen brandneuen »Adam«, einen lebensechten Androiden, der daheim bei ihm einzieht.

Seine Nachbarin Miranda, eine bildhübsche Studentin, ist von sofort von Adam fasziniert. Gemeinsam mit Charlie konfiguriert sie Adams Charakter, beide legen dessen Vorlieben, Abneigungen und Schwächen fest.

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Zwei Leben

Zwei Leben

Ende November zeigt arte das deutsch-norwegische Drama »Zwei Leben«. Der Film thematisiert die Verquickung deutscher und norwegischer Geschichte und erzählt von den »Tyskerbarna« (Deutschenkindern), die aus Beziehungen zwischen Norwegerinnen und deutschen Besatzern hervorgingen.

Norwegen, 1990. Katrine führt mit Ehemann Bjarte eine glückliche Ehe. Seit kurzem ist sie stolze Großmutter, ihre Tochter Anne hat einen Sohn bekommen. Zur ihrer eigenen Mutter Åse hat Katrine ein enges Verhältnis, von außen sieht alles aus wie ein Bilderbuchleben.

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