Lori

Thüringen, 1995. Die 16-jährige Leni wächst mit ihren fünf Geschwistern an einem höchst unkonventionellen Ort auf: ein einsam gelegenes, verlassenes Bahnhofsgebäude.

Was zunächst wie ein skurriles, fast idyllisches Bullerbü-Leben auf dem Land wirkt, entpuppt sich schnell als emotionales Minenfeld.

Mutter Katharina bringt in einer Art Zwang ständig neue Kinder zur Welt, verliert aber das Interesse, sobald diese älter werden. Vater Robert ist Rettungssanitäter, zugewandt und pragmatisch, er hält daheim das Chaos zusammen.

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Scheidung

Bea und Niklas kommen jung zusammen, in dem tragischen Moment als ihr Bruder starb. Von da an sind Niklas und seine Eltern der Fixpunkt in Beas Leben. Deren Hof auf Gotland wird ihr Inbegriff von Geborgenheit.

Jetzt sind Bea und Niklas seit über dreißig Jahren ein Paar. Sie leben in einer schicken Wohnung im Zentrum Stockholms, die Teenagertöchter sind beinahe flügge.

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Selbstregulierung des Herzens

Ost-Berlin, Sommer 1960. Georg malocht auf dem Bau, da trifft überraschend eine Studienzusage für ihn ein. An der Uni begeistert er sich für Kybernetik, mit seinen Kommilitonen Roland und Marlies will er die starre Planwirtschaft reformieren.

Doch der Staat reagiert mit Denkverboten.

Roland setzt sich daraufhin in den Westen ab, Marlies und Georg geraten ins Visier der Stasi. Für Marlies ist es das Ende ihrer akademischen Laufbahn, sie arbeitet fortan in der Produktion.

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Die Avenues

Jedza wächst in den 80er-Jahren in Simbabwe auf, in einem Kaff namens Miner’s Drift. Seine Eltern sind streng und katholisch, die Mutter prügelt ihn mit dem Gürtel. Oft flüchtet sich Jedza zu seiner älteren Schwester Natsai, die glaubt, von einem Wassergeist gezeichnet worden zu sein.

Jedza ist sieben Jahre alt, als er mit ansehen muss, wie sein bester Freund bei einem Fahrradunfall auf den Bahngleisen stirbt.

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Der Sohn und das Schneeflöckchen

Dijana und ihre jüngere Schwester Dada wachsen in Sarajevo auf. Dada ist zart, liebt das Ballett und wird in der Familie »Schneeflöckchen« genannt. Die selbstbewusste Dijana dagegen nennt der Vater stets »Sohn«.

1992, als die Stadt belagert wird, sind die Schwestern achtzehn und sechzehn Jahre alt. Lebensmittel werden knapp, im Stadtzentrum terrorisieren Heckenschützen Passanten.

Und doch geht das Leben irgendwie weiter.

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Der brennende Garten

Sashi stammt aus Sri Lanka und ist Tamilin, in Jaffna wächst sie in einer bürgerlichen Familie auf. Sie möchte Ärztin werden, so wie ihr Großvater und ihr ältester Bruder Niranjan. Der Vater ist selten zu Hause, Sashis Mutter regelt den Alltag allein.

1983, als mit den Anti-Tamilen-Pogromen des Schwarzen Juli der Bürgerkrieg ausbricht, ist Sashi siebzehn Jahre alt. Das Haus ihrer Großmutter in Colombo wird niedergebrannt, ihr Bruder Niranjan kommt in den blutigen Unruhen ums Leben.

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We burn daylight

Texas, 1993. Jaye ist noch ein Teenager, als ihre Mutter den Vater verlässt und sich Perry Cullen anschließt, einem messianischen Prediger, der von seiner Glaubensgemeinde nur »Lamb« genannt wird.

In Waco kommen beide auf Lambs Ranch unter und werden zunächst von den Alteingesessenen eifersüchtig beäugt. Doch was als Abenteuer beginnt, entwickelt sich zu einem Alptraum.

Auf der Ranch ist alles marode und versifft, die Arbeit ist hart und das Essen knapp.

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