Top of the lake – China Girl

Szenenbild - Top of the Lake: China Girl
Robin kehrt nach Sidney zurück / © polyband

Vier Jahre nach den dramatischen Ereignissen in Neuseeland kehrt Kriminalbeamtin Robin Griffin nach Sydney zurück.

Staffel 2

Die Hochzeit mit Johnno ist geplatzt, in der Anonymität der Großstadt will Robin ein neues Leben beginnen. Sie stürzt sich in die Arbeit und versucht zu vergessen.

Als die Leiche eines asiatischen Mädchens am Strand angespült wird, übernimmt Robin den Fall. Sie ermittelt gemeinsam mit ihrer Kollegin Miranda, die sich inbrünstig um Robins Freundschaft bemüht.

Die Obduktion der Leiche bringt Überraschendes zutage: die junge Frau war schwanger, aber nicht mit dem Fötus verwandt. Ein Fall von illegaler Leihmutterschaft? Die Spuren führen in ein obskures Bordell, wo der Deutsche Alexander sich mit jungen Thailänderinnen umgibt.

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Am Strand wird eine Leiche geborgen / © polyband

In ihrer Freizeit begibt sich Robin auf eine schwierige private Mission. Erstmals trifft sie Mary, ihre leibliche Tochter, die  bei den Adoptiveltern Julia und Pyke behütet aufwuchs.

Mary ist beinahe achtzehn und steckt in einer schwierigen Phase: Sie rebelliert gegen ihre Mutter Julia, die den Vater wegen einer neuen, lesbischen Liebe verließ. Mary überwirft sich mit ihren Eltern, setzt auf Robins Unterstützung und taucht bei ihrer großen Liebe unter.

Am Bondi Beach lernt Robin Marys Freund kennen und ist entsetzt, als sie in ihm einen Verdächtigen erkennt …

Starke Mütter und eine wilde Tochter

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Die Girls himmeln Alexander an / © polyband

Die zweite Staffel von »Top of the Lake« ist eine vollkommen neue Geschichte, die den malerischen Schauplatz des Lake District von Queenstown mit den düstersten Winkeln Sidneys vertauscht. Sie kreist in Variationen um das Thema der Mutterschaft, um ungewollte Kinderlosigkeit, Adoption, Leihmutterschaft und Abtreibung.

Die Serie zeigt Paare, die sich verzweifelt nach einem Kind sehnen und wirft ein Schlaglicht auf die Lebensbedingungen illegaler Leihmütter. In der Parallelhandlung rund um Robins leibliche Tochter Mary geht es – wie bereits in der ersten Staffel – um das komplizierte Verhältnis von Müttern und Töchtern.

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Julia will ihre Tochter Mary retten / © polyband

Drehbuchautorin und Regisseurin Jane Campion wirft wieder einen feministischen Blick auf die Welt der Robin Griffin (Elisabeth Moss, The Square) und erschafft lebensnahe Frauenfiguren, jenseits abgedroschener Klischees.

Die feministische Julia (gespielt von Nicole Kidman) ist eine durchsetzungsfähige Frau, die es mit jedermann aufnimmt – aber an ihrer rebellischen Teenager-Tochter scheitert. Robins baumlange Kollegin Miranda (Gwendoline Christie) wirkt äußerlich stark und robust wie ein Kerl und steht dennoch zu ihrer gefühlvollen, weichen Seite.

Die Kriminalhandlung ist spannend, das Ensemble herausragend. Neben den Hauptdarstellerinnen hinterlässt David Dencik (Alexander) bleibenden Eindruck. Den Bösewicht verkörpert er mit diabolischer Chuzpe und erinnert dabei vage an den durchgeknallten Charles Manson. Alice Englert, die Tochter Jane Campions, spielt seine jugendliche Geliebte Mary.

Making of: Shooting Sidney (en)

Nicole Kidman überzeugt als scharfzüngige Intellektuelle und sieht auch mit grauer Lockenmähne wieder einmal umwerfend aus. Für ihre Leistung wurde sie – ebenso wie Elisabeth Moss und Jane Campion – mit dem australischen Filmpreis AACTA ausgezeichnet.

Eine gelungene Fortsetzung der Serie mit einem düsteren, neuen Drive.

Spannend bis zum Finale am Bondi Beach, das die Stadt Sidney zu guter Letzt noch von ihrer Sonnenseite zeigt.

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