West of Liberty

Ende November zeigt das ZDF einen Thriller, in dem ein CIA-Agent und ein Ex-Stasi-Spitzel vereint gegen Whistlelower vorgehen. Das ZDF strahlt die Serie als Zweiteiler aus, einige Tage vorher ist die ungekürzte internationale Fassung in der Mediathek zu sehen.


Die Amerikanerin Faye hat früher für die umstrittene Whistleblower-Organisation »Hydraleaks« als Anwältin gearbeitet. Jetzt wird sie in Marrakesch Zeugin, wie drei abtrünnige Hydraleaks-Mitstreiter ermordet werden. Faye fürchtet um ihr Leben und setzt sich nach Deutschland ab. Von dort aus versucht sie, einen Deal mit der US-Regierung zu machen.

Szenenbild - West of Liberty
Faye Morris glaubt nicht, dass GT und Ludwig Licht sie beschützen können / © ZDF und Frédéric Batier

Der Berliner CIA-Ortsleiter GT beauftragt er seinen alten Vertrauten Ludwig Licht damit, Faye zu beschützen. Licht ist ein abgehalfterter ehemaliger Doppelagent, der früher für die Stasi und für die CIA spioniert hat. Jetzt hält er sich in Kreuzberg mit einer Spelunke finanziell über Wasser hält. Solange man ihn ordentlich bezahlt, ist er für neue Aufträge immer zu haben.

Wir sehen das moderne Berlin, erleben aber, dass es für Licht immer noch das alte Berlin, eine geteilte Stadt, ist. Und tatsächlich kann man das auch jetzt noch beobachten. Es gibt immer noch eine Art Übergangszustand zwischen West und Ost, den jeweiligen Zentren Alexanderplatz und Ku’damm.
WOTAN WILKE MöHRING (Ludwig Licht)

GT hofft, dass Faye ihn zu Lucien Gell, dem Kopf von Hydraleaks, führen kann. Gell tauchte vor neun Monaten in den Untergrund ab, in den Augen von GT ist er ein feiger Verräter. Bald stellt sich heraus, dass Faye viel mehr weiß als sie zugibt, und dass sogar der US-Botschafter in die Whistleblower-Affäre verwickelt ist.

Szenenbild - West of Liberty
Lucien Gell versteckt sich an einem unbekannten Ort / © ZDF und Carolina Romare

Doch die nächsten Schritte führen GT in ein politisches Minenfeld. Hydraleaks wurde vom Assad-Regime mitfinanziert und Lucian Gell versteckt sich ausgerechnet in der syrischen Botschaft. Eigenmächtig ordnet GT deren Erstürmung an …

Lucien Assange und Edward Snowden sind für mich moderne Helden. Menschen, die sich der Wahrheit verpflichtet sehen und es mit den Mächtigsten der Welt aufnehmen. Mir imponiert das ungemein. Auch und vor allem, weil sie voller Widersprüche sind und nicht das klischierte, idealisierte Bild eines Helden bedienen, wie es uns oft in der Fiktion suggeriert werden soll.
LARS EIDINGER

Der Spionagethriller basiert auf Thomas Engströms gleichnamigem Roman und wurde in Berlin, Köln, Marokko und Schweden gedreht. Wotan Wilke Möhring (Parfum, Nichts als Gespenster) spielt den Ex-Stasi-Spitzel Ludwig Licht, Lars Eidinger (Babylon Berlin) den Whistleblower Lucien Gell.

Sendetermine ZDF

24./25. November, jeweils 22.15 Uhr (Zweiteiler, 2 x 96 Minuten)
online ab Sonntag, 17. November 2019, 23.59 Uhr (Sechsteiler, 6 x 45 Minuten, internationale Fassung)

© ZDF und Carolina Romare, Frédéric Batier