La Isla Minima – Mörderland – im Juli auf arte

Szenenbild - La Isla Minima - Mörderland

Mitte Juli zeigt arte den Film »Mörderland – La Isla Mínima«, der in die brütende Hitze Südspaniens entführt. Das mehrfach preisgekrönte Drama ist ein fulminanter Thriller, der ein schonungsloses Bild Spaniens kurz nach dem Ende der Franco-Diktatur zeichnet.

Großes europäisches Kino, mit atemberaubenden Luftaufnahmen des Mündungsdeltas des Guadalquivir: eine Landschaft wie gemalt, ein Sumpfdelta so verschlungen wie ein undurchdringliches Labyrinth.

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Mörderland – La Isla Mínima

Sommer 1980. In der andalusischen Provinz geht die Angst um. Zwei Schwestern werden brutal ermordet, man munkelt, es gehe ein Serienkiller um. Aus Madrid reisen zwei Sonderermittler an: Pedro und Juan, zwei Männer wie Feuer und Wasser.

Der Heimatort der getöteten Mädchen ist von Gott und der Welt verlassen, er liegt mitten im sumpfigen Marschland des Guadalquivir. Die Menschen sind dort arm, Misstrauen und Neid spalten die dörfliche Gemeinschaft.

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Alles inklusive

Ingrid ist 66 und noch nicht alt. Alt kommt später, mit 75 vielleicht.

Das denkt sie, während sie mit Krücken über den glühenden Sandstrand zu ihrer Liege humpelt. Sechs Euro pro Tag, dabei wäre im Hotel alles inklusive. Schimpft Apple, Ingrids vernünftige Tochter, die ihrer Mutter die Reise geschenkt hat.

Vor dreißig Jahren war Ingrid schon einmal hier. Gemeinsam mit Apple lebte sie in einem schmuddeligen Zelt am Strand, verkaufte am großen Felsen selbstgemachten Schmuck, verdrehte barbusig den Männern den Kopf.

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